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DSL vs. LTE - zwei Technologien im Vergleich

Derzeit wird LTE, der schnelle Mobilfunkstandard, in den Medien als Lösung für weiße Flecken angepriesen. Die Mobilfunkbetreiber bewerben hierbei atemberaubende Bandbreiten, die jedoch in der Praxis oft unrealistisch sind. Im folgenden möchten wir beleuchten, welche Unterschiede es zwischen dem Festnetz-DSL von DNS:NET und den LTE-Angeboten der Mobilfunkunternehmen gibt und Ihnen zeigen, warum LTE in unseren Augen keine zukunftsfähige Lösung für unterversorgte Regionen ist.

Luft als Shared Medium

LTE: LTE wird gerne als Technologie beworben, die angeblich hohe Bandbreiten per Funk bis zum Endkunden transportieren kann. Würde man ein LTE-Netz für nur einen einzelnen Kunden bauen, mag das auch richtig sein. Allerdings wird hierbei nicht erwähnt, dass sämtliche Nutzer einer Funkzelle sich diese Bandbreite teilen müssen. Insbesondere im ländlichen Raum stehen LTE-Masten oft 10km und mehr voneinander entfernt, so dass eine Funkstation in der Regel mehrere Orte mit vielen tausend Nutzern versorgen muss. Surfen nun mehrere hundert Nutzer gleichzeitig im Netz, teilen sich die theoretischen Bandbreiten auf alle Nutzer auf. So bleibt für jeden nur ein Bruchteil übrig. Hinzu kommt: Je weiter der Nutzer von der Funkstation entfernt wohnt, um so geringer die Bandbreite - für ihn und alle anderen Nutzer der Zelle.

DSL: Beim Festnetz-DSL von DNS:NET erhält jeder Kunde eine eigene Leitung. Auf dieser Leitung stehen 30 MBit/s im Downstream zur Verfügung - jedem Kunden separat. Die DSL-Netzknoten sind in der Regel per Glasfaser oder Richtfunknetz mit dem Internet verbunden, so dass die hohen Bandbreiten auch tatsächlich dort ankommen. Rund um Berlin betreibt DNS:NET so z.B. einen Glasfaserring mit einer Geschwindigkeit von bis zu 8x 10 GBit/s (80.000 MBit/s).

Daher sind wir sogar in der Lage, Bandbreiten zu garantieren!

Keine Echte Flatrate

LTE: Da sich alle Nutzer an einer LTE-Funkstation die Bandbreite teilen müssen, müssen die Mobilfunker eine zu intensive Nutzung unterbinden. So sehen nahezu alle LTE-Tarifmodelle ein maximales Übertragungsvolumen vor. Hat der Nutzer dieses Volumen erreicht, wird sein Funkanschluss massiv gedrosselt, teilweise auf 384 kBit/s - für den Rest des Monats. Übliche Maximalvolumen sind hier 2 oder 5 GB. Dieses Volumen kann bereits mit dem Download eines HD-Filmes aus dem Internet erreicht sein. Schauen Sie also am Monatsersten einen Film, haben Sie für den Rest des Monats kein Breitbandinternet mehr.

80% der DNS:NET Kunden übertragen im Monat mehr als 5 GB Daten, würden also bei LTE gedrosselt werden!

DSL: Beim Festnetz-DSL von DNS:NET bestehenen solche Bandbreitenprobleme nicht. Daher erhält der Nutzer hier eine echte Flatrate und kann beliebig lange und mit beliebigem Volumen im Internet surfen - in Highspeed und ohne Drosselung!

Bandbreitenbedarf verdoppelt sich jedes Jahr

Experten gehen davon aus, dass sich der Bandbreitenbedarf jedes Jahr verdoppelt. Treiber hierfür sind multimediale Inhalte im Internet wie Videos und HDTV. Wer sich also heute für eine Technologie entscheidet oder einen 2-Jahres-Vertrag abschließt, muss schon an die Anforderungen von morgen denken.

Heimnutzer teilen sich Bandbreite mit mobilen Nutzern

In den letzten Monaten hat der Bandbreitenbedarf mobiler Endgeräte massiv zugenommen. So unterstützen die iPhone-Handys von Apple mittlerweile Videotelefonie. Dieses Leistungsmerkmal wird in Deutschland jedoch aktuell unterbunden, weil die Mobilfunknetze nicht leistungsfähig genug sind. Das wird sich mit neuen LTE-Endgeräten ändern. Nutzer, die LTE nun zu hause verwenden, müssen sich die zur Verfügung stehende Bandbreite einer Funkstation nicht nur mit ihren Nachbarn sondern auch mit allen mobilen Endgeräten teilen - sei es mit dem Fußgänger oder dem Beifahrer eines Autos, das gerade durch einen 5km entfernten Ort fährt.

Fazit: LTE ist eine gute Möglichkeit, unterwegs schneller im Internet zu surfen als bisher. Mit den Geschwindigkeiten von Festnetz-DSL wird es in der Praxis jedoch nicht konkurrieren können. Zu Hause, wo Videoinhalte u.ä. aus dem Internet abgerufen werden, kann nur VDSL oder Glasfaser langfristig die nötigen Bandbreiten liefern.